Siem Reap. Es gibt dort eine Krokodilfarm die wir unbedingt sehen wollten. Also haben wir uns auf den Weg gemacht. Zu Fuß, selbstverständlich das macht Spaß und man sieht etwas. Siem Reap ist nicht unbedingt ein so große Stadt, da findet man schon was man sucht, die Richtung in die wir gehen mussten war uns schließlich bekannt. Wir haben versucht nach dem Weg zu Fragen: vergeblich, niemand hat verstanden wonach wir suchen. Die Krokodilfarm liegt am Fluss, also sind wir am Fluss entlang gegangen. Irgendwann mussten wir uns eingestehen, dass wir uns verlaufen hatten. Für die Bewohner und Leute unterwegs waren wir die Attraktion schlechthin, in diese Ecke der Stadt verirren sich sicher selten Touristen. Natürlich war ich mit meinen 190 cm und den Pumuckl-Rot gefärbten Haaren sowieso eine auffällige Erscheinung.
Relativ nah am Äquator, Mittagszeit, die Sonne brennt herunter und wir stapfen durch die Gegend. Wir hatten dringend Abkühlung und eine Pause notwendig. Es gibt praktisch an jeder Straßenecke Stände die Wasser und ändere Getränke verkaufen, wir haben uns also eines gesucht das praktischerweise ein schattiges Plätzchen zum Sitzen dahinter hatte. Wir haben uns an einen der leeren Tische gesetzt, alle waren leer, nur in der hintersten Ecke waren ein paar Leute. Es war auch einer dieser Leute, der dann zu uns gekommen ist und uns nach unseren Wünschen gefragt hat. Wir wollten alle ein Wasser, daraufhin ist der Mann zu dem Stand vor dem Haus gegangen hat uns das gebracht, hat auch gleich Kassiert und ist daraufhin wieder zu dem Stand um dort das Geld abzuliefern. Der gute Mann sprach recht gut Englisch, hat uns seine Familie vorgestellt, das waren die Leute in der hinteren Ecke... und uns wurde so langsam klar, dass das hier keine Gaststätte war sondern ein Wohnhaus.
Und auch der Hausherr hatte seinen Freunden was zu erzählen: bei ihm waren Touristen zu Besuch.
Die Krokodilfarm haben wir beim nächsten Versuch dann auch gefunden, wir sind beim ersten mal 1-2 km vorbeigelaufen und am falschen Flussufer.