Auf dem Schiff, einem Schnellboot in dem mindestens doppelt so viele Passagiere waren als vorfür es gebaut war, sind wir in den engen Sitzen stundenlang von Penang nach Medan hinüber gefahren. Wir waren nicht einmal durch die Passkontrolle durch, hatten wir auch schon einen Fahrer der uns an unser erstes Ziel bringen sollte, der Preis war auch schon fix. Das war alles ein Vorteil, da war auch schon ein anderer Typ bei uns, der uns an der Schlange vorbei und schnell durch die Zollkontrolle gebracht hat. Raus aus dem Gebäude, rein in den Bus und gleich raus aus dem Hafengelände, ist ja schnell gegangen.
Nun ging es ans Ticketkaufen für das Schiff nach Java, die wollten uns einreden wir sollten fliegen, aber Schifffahren fanden wir interessanter, also haben wir das auch noch hingekriegt.
Dann gings ab Richtung Bukit Lawang, es ist nicht sehr weit, aber dank der miserablen Straßen dauert die Reise wieder mal ewig. Anscheinend wir das Geld für den Straßenbau ausschließlich für Java verwendet.
Es ist schon dunkel, der Fahrer wird langsamer springt plötzlich ein Typ ins Auto rein zu uns, was sollte das jetzt? "Hallo! Ich bin Anton, wie geht's?" - das waren aber die einzigen Worte die er Deutsch sprechen konnte. Ob wir ein Zimmer brauchen, weil er gehört zu einem Guesthouse in Bukit Lawang, und eine Tour in den Dschungel würde er auch organisieren. Mal sehen. Wir haben gewusst dass ein Jahr vorher der Fluss fast das ganze Dorf weg geschwemmt hat, aber was wir da gesehen haben war unvorstellbar. Ich hab mal Bilder und Videos von vorher gesehen darum war ich auf sowas nicht gefasst. Die Häuser waren zuvor ganz am Flussufer, und jetzt ist der Fluss gut dreimal so breit, und kein Häuser mehr. Zwei Guesthouses gibt es noch. Einwohner sind auch fast keine mehr da, ihr ganzes Hab und Gut vernichtet, sind die meisten anderswo hingegangen.